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Spiel 2006 - Messe in Essen
Einleitung |
Halle 6 |
Fazit
Spiel 2006 - was es so Neues gibt, egal ob neue Spiele oder Zusätze zu Alten
Kommen wir nun zu den neuesten Entdeckungen, die vielleicht teilweise nicht so neu sind, aber dennoch hier
Erwähnung finden sollen.
Angefangen mit einem Spiel von Pegasus: ZOMBIES!!!. Das Prinzip dieses Spieles ist genauso
simpel wie Zombiefilme. Für Fans des Genres demnach perfekt! Eine amerikanische Kleinstadt, die überlaufen ist
von Zombies. Ziel: Flucht oder alle Zombies erschießen! Das Spiel ist zwar keine neue Idee, sondern nur eine Übersetzung,
aber diese ist wirklich gelungen! Das Spiel kann sich übrigens genauso hinziehen wie ein Zombiefilm, insofern sind
die Meinungen ziemlich auseinander gegangen. Den einen war es zu langwierig, die anderen konnten nicht genug davon
bekommen, mit der Schrotflinte Zombies abzumetzeln. Und inzwischen gibt es schon 3 Addons: die Mall, das Armygelände und,
ein Hoch auf die Gleichberechtigung, weibliche Zombies!
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Ansonsten hat Pegasus mit Munchkin irgendwie den Hals zu voll bekommen! Das Spiel scheint zur Zeit über die Theken
zu gehen wie heiße Semmeln und es erscheint ein Zusatz nach dem anderen, wobei die Unterschiede nicht wirklich ersichtlich
sind. Immer mehr Zusatzkarten, Hauptsache mehr Verkäufe. Und ansonsten erscheinen hauptsächlich Spiele, die versuchen ein
ähnlich zynisches Konzept nachzuahmen. Zum bereits erschienen Chez Geek erschien dieses Jahr das versucht witzige
Chez Goth, dass nun nach den Geeks die Gothen auf die Schippe nehmen soll. Irgendwann hört es aber auf, witzig zu sein,
sich über Randgruppen lustig zu machen. Auch andere neue Spiele wie Killer Kanickel sind eher deutlich enttäuschend,
von Spielprinzip und auch Illustrationen. Und das bei einem so genialen Namen!
Hier links abgebildet übrigens das neue Spiel von Kosmos, dass sich um den Bau der Kathedrale aus dem Roman dreht. Wie im
Buch müssen die verschiedenen Ressourcen erhandelt werden, Feinde müssen davon abgehalten werden, den Bau zu unterbrechen und
politische Intrigen müssen gesponnen sowie gewonnen werden. Zusammen mit einem schönen Spielplan scheint Kosmos mit dem Spiel
ein guter, neuer Wurf gelungen zu sein.
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Eine weitere interessante Entdeckung haben Alexter und Eve gemacht, die allen Fans von keltischen
Knotenmustern sehr ans Herz wachsen sollte: das Project Kells. Das Spiel enthält gleich mehrere,
unterschiedliche Spielmodi mit steigendem Schwierigkeitsgrad. Die einfachste Version dreht sich zunächst
nur darum, so wenig einzelne Knoten wie möglich zu legen, sondern möglichst große am Stück. Legt man
2 Felder nebeneinander, entsteht dazwischen automatisch eine Brücke und damit ein erster Knoten. Und so
füllt sich das ganze Spielfeld schnell mit ganzen Monsterknoten. Mit steigendem Schwierigkeitsgrad geht
es dann darum, neben wenig Knoten auch noch zu erreichen, dass die Knoten möglichst nur aus einem Band
bestehen. Der Leser merkt schon, hier verknotet sich auch sehr schnell mal das Hirn. Spielregeln,
Demos und noch viel mehr bekommt man gratis [hier]
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So, dann kommen wir nun zu einem neuen Spiel auf dem Markt, dass wohl von vornerein eine der größtmöglichen
Fangemeinden mitbringt: dem World of Warcraft Sammelkartenspiel. Für die Mehrzahl der Eingeweihten Personen
war dieses Spiel nicht mehr als ein weiteres Zahnrad in der gewaltigen Geldmaschine, die Blizzard
Entertainment mit World of Warcraft erschaffen haben. Aber eines haben Blizzard bei all diesem Erfolg
nie aus den Augen gelassen: ihre Fans! Und die sollten auch mit dem Kartenspiel nicht enttäuscht werden.
Am Promostand für das Kartenspiel begegneten wir einem Mitarbeiter der TCG-Firma Upperdeck aus
SanDiego, der uns erzählte, dass das Spiel in engster Zusammenarbeit mit Blizzard entstanden sei. Jede
Illustration wurde immer wieder kontrolliert und auch Texte, Namen, Spielmechanismen und alles weitere
sollten stimmig sein und die Atmosphäre des Spiels möglichst gut einfangen.
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Und das ist offensichtlich auch recht gut gelungen! Das Spielprinzip ist recht simpel und weicht nicht allzu
stark von den anderen großen TCG's wie Magic ab. Es gibt zwar keine Landschaften, aber man kann quasi jede
Karte als Energiequelle auslegen und verwenden. Mit dieser Energie können andere Karten ausgespielt werden.
Unter anderem können die Spieler einen Helden ausspielen, Begleiter anheuern, die ihren Helden beschützen
sollen, ihren Helden mit Waffen und Rüstung verbessern oder schlicht Zauber wirken. Auch Quests haben den
Weg in das Spiel geschafft, als ausspielbare Ereignisse, die sich auf die verschiedensten Aspekte des Spieles
auswirken können. Übrigens ist das Spiel sogar auf die Möglichkeit ausgelegt, mit mehreren Spielern als Raid
gegeneinander anzutreten! Und mit den besonders seltenen Beutekarten ist dann auch noch der Anlass gegeben,
in das Spiel Tausende von Euros zu investieren, denn diese Beutekarten stehen für Erweiterungen IM MMORPG.
Na, denn wünschen wir mal allen Konsumkindern fröhliches Booster farmen und allen Eltern herzliches Beileid.
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Weiter geht es mit etwas komplett anderem, einem Spiel, dass von seinem Erfinder lautstark als
Elfen-und Hobbitfrei angepriesen wurde. Einer von vielen Seitenhieben gegenüber Games Workshop,
deren Stand direkt nebenan war. Bei dem angepriesenen Spiel selber handelte es sich um das Hellgame.
So simpel der Name, so simpel die Botschaft: Jeder Spieler übernimmt eine kleine, gelangweilte Horde
Erzdämonen und versucht mit ihnen, einen der 9 Kreise der Hölle einzunehmen. Die Fakten dazu,
das heißt sämtliche Namen, Zitate und Zusammenhänge hat der Autor im Übrigen nicht erfunden, sondern
den respektiven historischen Vorlagen entnommen, das heißt Dantes göttlicher Komödie, den Apokyphen, etc...
Neben einem amüsanten Spiel mit düsterer Atmosphäre und genialen Illustrationen, in dem man schlicht
Böses tun muss, lernt mal zugleich noch etwas über die militärischen Strukturen der Hölle. Na, wenn das
nichts ist!
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Vom Spielen kommen wir zum Sammeln. Aber nichts für den kleinen Geldbeutel! Dafür aber für alle
Freunde von besonderen Sammlerstücken unverzichtbar. Jörg Schröder von
Crafted Collectibles macht aus
schnöden Büchern einzigartige Werke, wie zum Beispiel die ledergebundene Sonderausgabe des Liber
Cantiones, des Zauberbuches in der Rollenspielwelt von Das Schwarze Auge. Bei einer Auflage
von nur 121 Stück kann man sich auch ziemlich sicher sein, dass sich dieses Buch nicht als Standard
durchsetzen wird. An alle DSA-Spieler: vergeßt an dieser Stelle nicht das berühmte Sprichwort vom frühen
Vogel, der bekanntlich den Wurm fängt. Daneben befinden sich im Angebot Sonderanfertigungen jeder Art,
vom Necronomicon bis hin zu Gästerbüchern von Fernsehsendern und Edelrestaurants. Sich diese Sammlerstücke
zumindest anzusehen, lohnt sich für jeden. Der Eindruck, dass man eigentlich viel zu wenig Geld hätte, für
einen solchen Spaß, verblasst schnell, wenn man das erste ledergebundene Buch in den Händen gehalten hat.
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Okay, wo wir bei interessanten Dingen sind, für die man Geld ausgeben kann. Jess von
Crimson Darkness hatte eine weitere grandiose Idee,
die man auf der Messe 2006 kaum übersehen konnte. In von ihrem Stand weg abfallender Häufigkeit lief man konstant
Leuten entgegen, die Hörner hatten! Anfangs nahm man das hin. Okay, Menschen mit Hörnern. Nichts ungewöhnliches.
Aber spätestens beim Dritten fragt man sich: Scheiße, wo kriegt man so geile Hörner? Ich wär auch gern ein
Teufelchen! Also ab, den Spuren folgen und schauen, was das Angebot so hergibt: maßangefertigte Hörner in allen
Farben und Formen, die man sich einfach mit einem Lederband auf den Kopf bindet. Mit längeren Haaren absolut
unsichtbare, aber praktische Befestigung! Wenn das euer Interesse geweckt hat, schaut mal in ihren Onlineshop!
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Schließlich und letztlich kommen wir zum absoluten Highlight der Messe, zumindest für mich: 3D-Schach!
An sich ein ganz simples Prinzip: eine Erweiterung um 7 weitere Ebenen auf 8 Ebenen, so dass ein Spielfeld
von 8*8*8 Feldern entsteht! Zum Schutz der wichtigen Spielfiguren gibt es dementsprechend auch 3 Reihen
Bauern, die Züge sind ansonsten exakt identisch zur 2D-Version! Beim Spielen kommt wirklich Freude auf, nach
kürzester Zeit fängt da jeder Kopf an zu Rauchen. Und das Tolle ist: Dies ist ein komplett neues Spiel!
Die auswendig gelernten Spielzüge der Schachprofis helfen ihnen da kaum weiter, wenn der Angriff von oben
kommt.
Allerdings regen sich nach kurzer Recherche im Internet doch leise Zweifel, ob der Erfinder des Spieles
tatsächlich als erster die Idee hatte. Scheinbar gibt es da doch mehrere Vorläufer. Allerdings sicherlich
keines, das derart komfortabel zu bedienen ist.
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Fazit
Bericht: kAoSKoBoLd
Photos: Abbadon, Alexter, Hallows Eve, kAoSKoBoLd
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