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Feldor & rEtro down under...
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Episode 3: "heiße Weihnachten", die Glashouse Mountains und ein komisches Neujahrsfest
23.12.2005 - 01.01.2006
Nach einem weiteren Tag an der Küste, diesmal allerdings in einer Bucht nahe Brisbane und einigen Entdeckungsfahrten durch
Brisbane, war es auch schon soweit. Der Heilige Morgen und Nachmittag wurde mal wieder dazu genutzt an die Goldcoast zu
fahren. Zuerst stand Wet'n'Wild auf dem Programm, ein netter Wasserpark mit vielen Rutschen, Schwimmbecken, Wellenbäder
und Allem, was das Wasserherz begehrt. Spätestens beim anschließendem Shopping im Pacific Fair Shopping Center, welches eher
wie Disneyland aussieht, hatten wir aber dann völlig vergessen was, für ein Tag überhaupt war.
Man stelle sich vor, 28°C spät am Abend, ein gutes BBQ mit Steaks und allem was dazugehört. Bier, ein genialer Ausblick auf
die Stadt und Zuckerstangen! Zuckerstangen? Richtig, es ist ja heilig Abend und das muss man sich durch den Anblick dieser
süßen Weihnachtsnascherei immer wieder klar machen. Wir haben uns zu einer kleinen Grillrunde auf eine Art Klippe über den
Lichtern von BrisVegas, wie es die Einheimischen nennen, zurückgezogen und genießen den Ausblick und das Wetter.
Dazu gibt es "Bonbons", das sind nicht etwa kleine bunte Dinger, die man in den Mund nimmt und lutscht, weil sie so
schön süß schmecken, sondern eher Knallbonbons. Finden tut man in den Bonbons dann Papierkronen, schlechte Witze und irgendein
Plastiktierchen.
Die Aussies finden's toll, tragen alle die Kronen, spielen mit den Plastiktierchen und trinken noch mehr Bier, warum auch
nicht.
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Was einem an den Bierflaschen hier noch auffällt ist, dass sie immer ganz liebevoll in eine Art Neoprenanzug gesteckt werden.
Diese sogenannten Stubbicooler bekommt man hier in allen Formen und Größen und mit jedem erdenklichen Motiv, damit das
geliebte Gebräu auch ja nicht zu schnell warm wird.
Am ersten Weihnachtsfeiertag waren wir dann bei der Familie unserer Melbourner Gastgeber zum Weihnachtsessen eingeladen und
konnten ein nettes traditionelles Familienfest mit großem Geschenkegeben, gutem Essen, wieder Bier und, Kaltweihnachtsfeierern
wie uns zerstörenden, 38°C erleben. Und endlich hat der Stubbicooler richtig Sinn gemacht.
Die Familie war recht groß und so gab es für uns natürlich viele Menschen zum Ausfragen lassen und ausgefragt werden, hat aber
wirklich Spaß gemacht.
Am Zweiten Weihnachtsfeiertag startet dann immer das traditionelle 5day Cricket Testspiel. Zum Cricket sollte man vielleicht
sagen dass es für mich der langweiligste Sport ist, den es gibt (und dann auch noch für fünf Tage), Stephan aber dem ganzen,
ich glaube er kennt die Regeln, eine gewisse Spannung abgewinnen kann, was bedeutet das die 5 Tage Cricket auch geschaut
werden mussten (Olé Olé). Und das passiert in Australien mal wieder mit viel Bier, okay
falls euch noch nicht aufgefallen ist passier hier alles mit viel Bier!
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Ein paar Tage später dann, nach einem netten "Fußball im Park und Bier vorm Cricketspiel im Fernseher Abend" wurde
beschlossen am nächsten Tag an die Sunshine Coast und die danebenliegenden Glashouse Mountains zu fahren, um
auf der Familienfeier gemachte Bekanntschaften zu besuchen, was sich als mehr als lohnend herausstellen sollte.
Das frühe Aufstehen war zwar nicht gerade das Schönste am Tag, aber nach 1,5h Autofahrt, und einem Tankstellenschokocroissant
endlich noch mal an der Küste zu stehen war es dann doch wert.
Die Sunshinecoast ist nicht ganz so überlaufen wie die Goldcoast, was man vor allem an den fehlenden Hochhäusern recht
schnell bemerkt. Das Wasser war ein bisschen blauer und der Strand ein bisschen weißer als im Süden, und warm war es auch.
Leider war am ersten Strand durch die Hochsaison nicht nur unglaublich viel Betrieb, sondern viel schlimmer waren keine
Wellen am Start, und so sind wir nach kurzem Abkühlen (was man bei warmem Wasser abkühlen nennen kann) doch noch mal ein
zwei Strandabschnitte weitergetuckert, um ein ruhigeres und welligeres Plätzchen zu finden, was auch letztendlich gut
geklappt hat.
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Da wir allerdings zum Mittagessen in den Bergen sein wollten ging es recht schnell wieder weiter. Die Auffahrt hat uns immer
mehr Aussicht über das wunderschöne Hinterland und das Meer geliefert, bis wir endlich (kurz nach dem Deutschen Restaurant
links rein ;)) an unserem Zielort ankamen.
Auf ca. 500m Höhe, 1/2 h Fahrt von der blauen Küste entfernt, in grüner Weidenlandschaft steht völlig ungestört das (und wir
sind uns sehr einig) wunderschönste Haus das wir je gesehen haben (es war das schönste Haus dass
ich je gesehen habe). Ein typischer Queensländer (wie oben beschrieben) mit einer riesigen Terrasse, einem
Whirlpool mit Panoramascheibe und einer gigantischen Aussicht.
Hier oben kann man wirklich alle Sorgen vergessen. Man hört nur die Natur, der Wind pfeift durch die Ritzen, die Luft riecht
besser, einfach ein Ort zum Abschalten und entspannen.
Leider mussten wir am Nachmittag auch schon wieder den Heimweg nach Brisbane antreten, da unsere beiden Begleiter noch andere
Termine hatten.
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Und dann war es auch schon soweit, Silvester steht vor der Tür (worst silvester ever).
Der Plan nach Byron Bay zu fahren wurde aufgrund von Überbuchungen der Location fallengelassen und zumindest bis zum
Silvesternachmittag waren wir der Meinung, dass wir auf eine Hausparty gehen. Leider hat diese nie stattgefunden.
Also haben wir uns kurz nach Neun mit Freunden getroffen die in ein, wie sie sagten "Pub" gehen wollten. Blöderweise
hat sich das Pub als ein Schicki Micki Schuppen herausgestellt in den wir, selbst wenn wir uns hätten überwinden können
reinzugehen, wegen kurzer Hosen nicht reingelassen wurden. Na Prost Mahlzeit! Inzwischen war es fast halb elf und man konnte
zwei Deutsche Jungs durch die Strassen von Brisbane trotten sehen.
Nicht das die Stadt leer gewesen wäre. Das Komplette Flussufer war überlaufen mit Tausenden Menschen, aber nicht eine einzige
Flasche Bier war zu sehen
( :( ). Kann man sich das vorstellen? Überall
und zu jeder Gelegenheit trinkt man in Australien haufenweise Bier, aber am Sylvesterabend scheinen die alle nüchtern
rumzustehen und auf das Feuerwerk in zwei Stunden zu warten.
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In unserer letzten Verzweiflung hat es uns um kurz nach elf dann in die "DownUnderBar" getrieben, einer Bar unter
einem Backpacker Hostel. Man kann nicht sagen, dass die Bar schlecht gewesen wäre (Ich kann's)
, es gab Bier, aufgrund der Location viele, viele Ausländer, die am trinken und feiern waren, dummerweise lief aber
nur Blackbeat, und das die ganze Nacht.
War ich noch fähig das ganze durch einen gewissen Alkoholpegel zu kompensieren, hat Stephan es irgendwann einfach nicht mehr
ausgehalten (ca nach 10 Minuten) und so haben wir uns dann um ca. halb drei auf den weg
ins Bettchen gemacht. Anyway, den Weg ins Neue Jahr haben wir dennoch geschafft, besoffen waren wir auch, so schlimm kanns
also nit gewesen sein ;)
(WORST NEW YEAR'S EVE EVER).
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In diesem Sinne Wünsche ich euch ein Frohes Neues Jahr, macht das Beste draus!
(alles ist das beste
)
Gruss Timm
(von mir natürlich auch)
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Bericht: rEtro
Kommentare: Feldor
Photos: rEtro, Feldor
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