Feldor & rEtro down under...
1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7

Episode 2: Die Stadt am Fluss vs. Goldküste

Jetzt neu mit Feldor-Kommentar in blau!





10.12. - 22.12.2005

Die zwei Wochen in Melbourne gingen schneller vorüber, als wir das gedacht hätten. Natürlich haben wir sie ausgiebig genutzt, um die Metropole gründlich unter die Lupe zu nehmen und viel zu viel Geld in den vielen kleineren und größeren Geschäften auszugeben. Trotz ihrer riesigen Ausdehnung lässt sich Melbourne auf Grund eines mal wirklich gut durchdachten und funktionierenden Tramsystem sehr gut erschließen (Erschließen ist ein komisches Wort) .
Melbourne ist eine sehr flache Stadt, was einem auf der einzigen Erhebung (die zufällig hinter unserem Haus lag) direkt auffällt. Die City ist relativ überschaubar mit den üblichen Einkaufs- und Essensriesen wie McDonalds und Co.
Das wahre Nacht und Kulturleben Melbournes spielt sich allerdings in den riesigen Weiten der Suburbs ab. Hier wird in kleinen Pubs und Clubs, Cafes und Gallerien das gelebt, wofür Melbourne berühmt ist: City of Arts and Lifestyle. Wenn man sich eine Band anhören möchte, geht man üblicherweise auf ein Konzert, in Melbourne setzt man sich dagegen einfach ins Pub. Und man kann sicher sein, dass an einem Abend ein Dutzend Bands ihre Livemusik zum besten geben und das unentgeldlich, sogar im kleinsten Pub. Es gab einige BBQ's und eine australische Hausparty mit anschliessender Jamsession, es gab also meistens was zu tun (Hätte gerne mehr getan) .

Letztendlich sind wir dann aber doch wieder, wir sind ja jetzt alte Hasen, in ein Flugzeug gestiegen und sind bei strahlendblauem Himmel gen Norden gereist. Und hier merkt man ihn wieder, den unglaublichen Einfluss der Tropen. Die fast schon wieder vergessenen Ereignisse aus Singapur kommen einem schlagartig wieder: Luftfeuchtigkeit und Schwitzen sind wieder angesagt!
Hier sind es ungefähr 30° bis 35° C am Tag und nur 25° bis 27° in der Nacht. Ja, sogar Stephan hat sich durchgerungen offenes Schuhwerk zuzulegen, und das ohne Protest! (Ich kann jetzt meine Füße sehen ;)) Zum Glück sind aber Klimaanlagen kein Fremdwort für die Menschen in Brisbane. Brisbane? Ach ja wir sind jetzt in Queensland, Australiens Tropenstaat an der Ostküste und wohnen im Moment in dessen Hauptstadt: Brisbane.

War Melbourne noch sehr europäisch angehaucht, ist Brisbane umso exotischer. Seltsame Bäume und Palmen an jeder Ecke, Haie im Fluss (!), fremdartige Vögel und sehr seltsame Tiergeräusche (Geckos, Flughunde, Opposums) sind hier an der Tagesordnung und an die handgroßen Spinnen haben wir uns auch schon fast gewöhnt (eklig sind se trotzdem).
Interessant sind die hier typischen Queensländer. Das sind nicht etwa die Einwohner, sondern Häuser, die auf Stelzen gebaut sind, damit der Wind kühlend unter ihnen durchwehen kann. Außerdem bieten die Stelzen auch Schutz vor Schlangen und anderem Kriechtier.
Brisbane ist um einen wirklich großen Fluss herum gebaut und ein wenig kleiner als Melbourne (ca. 1 Mio. Einwohner). Zu den öffentlichen Verkehrsmitteln zählen neben Bussen und einem Zug hier auch eine Fährenlinie, die einen mit ordentlich Fahrtwind schnell durch die Stadt bringt (macht Spaß :) ). Gegen die Hitze wurde gratis für die Öffentlichkeit ein künstlicher Strand inklusive großem Pool angelegt in dem man fröhlich planschen kann und sich unter den Palmen im Schatten vor der großen bösen Sonne, vor allem während der Mittagshitze, verstecken kann.

Da wir nach 2,5 Wochen in Australien immer noch keinen größeren Strand gesehen haben, mussten wir uns dann gestern ins ca. 70 Kilometer entfernte Surfers Paradise aufmachen. Der Name mag so manchen täuschen, handelt es sich hier nicht etwa um ein Paradies sondern eher um den Namen einer der grössten Touristenstädte Australiens an der Küste. Hier steht Hochhaus neben Hochhaus direkt am Strand und in der Innenstadt fühlt man sich ein wenig wie in Las Vegas, neben all der Leuchtreklame und einem Einkaufszentrum das an einen Vergnügungspark erinnert.
Hat uns natürlich alles nicht davon abgehalten an den Strand zu gehen und in den Wellen des 25 Grad warmen Wassers des Pazifik zu aalen. Das war wirklich mal ein Erlebnis und uns hat es gut gefallen, solange man kein Paradies erwartet, aber der Trubel und das Leben im von einheimischen liebevoll genannten Surfers macht mir irgendwie Spaß. (und zum surfen isses hier echt genial!)

Hier kann man den Grillen den ganzen Tag lauschen und sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen, die Wettervorhersage für Weihnachten meldet 38 Grad.

Morgen geht es wieder ans Meer und für die nächsten Tage steht auch noch einer der vielen Vergnügungsparks auf dem Programm, ihr werdet es lesen ;).

Bis zum nächsten mal!







Bericht: rEtro
Kommentare: Feldor
Photos: rEtro, Feldor