Feldor & rEtro down under...
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Episode 1: Der kleine Weg ans andere Ende der Welt






Vielleicht sollten wir uns zuerst vorstellen: Dies ist ein kleiner Reisebericht von Feldor und rEtro ins wunderwarme Australien. Ich hoffe, wir schaffen es euch damit ein wenig zu unterhalten und den deutschen Winter zu erhellen, allen zuhause Gebliebenen das fiese Reisefieber zu schicken und vielleicht den ein oder anderen zu Motivieren, auch noch mal eine Reise zu unternehmen.

Gestartet hat unsere Reise in einer doch recht kurzen Warteschlange um 22Uhr am Flughafen Frankfurt am Main. Nach dem Einchecken blieb dann doch noch mal ein wenig Zeit, um über Sinn und Unsinn der ganzen Sache nachzudenken, bis wir dann doch recht schnell in einem dieser komischen Dinger, die immer am Himmel soviel Krach machen sitzend, feststellen mussten dass man wohl beim Start wirklich nicht mehr aussteigen kann; wollten wir dann aber auch überhaupt nicht mehr. Geflogen sind wir mit Singapur Airlines, über Singapur nach Melbourne im Südosten Australiens. Gehört haben wir beide schon viel übers Fliegen, aber in die Luft haben wir es dann doch erst recht spät in unserem Leben geschafft, so konnten wir aber den genialen Service an Bord der wirklich netten Stewardessen, das gute Essen, die vielen Freigetränke, eine Auswahl aus über 60 aktuellen Filmen und vielen Fernsehprogrammen und Videospielen in vollen Zügen genießen, denn man fliegt sehr sehr lange.
So brauchten wir ein wenig über 12h bis wir zur ersten Landung im palmenreichen Singapur ansetzen konnten. Wir waren jetzt also wirklich am Äquator, unglaublich wie schnell das doch geht, kannte man den doch bisher nur aus dem Weltatlas.

Die 3h Aufenthalt mussten wir natürlich sofort nutzen um ein wenig Asiatische Luft auf der Freiterasse zu Atmen, um feststellen dass dabei trotz abendlichen 18 Uhr Ortszeit, zwei aus dem Winter kommende Deutsche, 32°C und 95% Luftfeuchtigkeit fast erschlagen können. Dennoch war die Frische Luft eine sehr willkommene Alternative zu den vielen Stunden Klimaanlage.
Nach weiteren 7h Flug landeten wir endlich in Melbourne, um 7Uhr Morgens Ortszeit. Direkt bei der Landung fallen einem die anders geformten Bäume auf, hatte auf den ersten Blick ein wenig etwas von der Afrikanischen Steppe. Die Zollkontrolle und das Gepäckaufsammeln verlief ohne Schwierigkeiten, und so konnten wir sehr bald unsere ersten Australischen Geschäfte tätigen um noch am Flughafen eine Mobilfunkkarte zu erwerben da Stephans Telefon leider nur Kurzmitteilungen verschicken wollte und wir leider unsere Australischen Kontaktpersonen nicht finden konnten.
Nach einer halben Stunde war das aber auch überstanden und dank moderner Mobilfunktechnologie saßen wir nun in einem kleinen Australischen Auto und wurden in den 8h Morgenverkehr von Melbourne zu unserem neuen Zuhause gefahren.

Unser Gepäck war schnell im neuen Zimmer untergebracht und schon ging es trotz Jetlag und Todesmüdigkeit mit der nächsten Tram in Richtung Innenstadt. Wir wohnen im Moment in einem kleinen Bungalow, welches einem netten Aussipaar in unserem Alter gehört, in einem kleinen aber feinen Zimmer, ca. 20 min. Tramfahrt von der Innenstadt entfernt.
Der erste Tag wurde natürlich dazu genutzt sich ausgiebig in Melbourne umzusehen und unter einer der vielen Palmen eines der noch viel zahlreicheren Sushis die es hier gibt, zu essen. Das Wetter war genial, 25grad und Sonnenschein, was wünscht man sich mehr im Dezember? An die Weihnachtsdekoration und Menschen mit Sonnenbrille und Shorts daneben, kann man sich allerdings wirklich nur sehr schwer gewöhnen.

Mittlerweile sind wir schon einige Tage hier. Melbourne ist wirklich eine riesige Stadt und wir haben es bisher noch nicht geschafft sie völlig zu erschließen. Die Australier sind wirklich sehr offene und freundliche Menschen wenn auch natürlich nicht alles wie in Deutschland ist, wäre ja auch langweilig. So hört und sieht man völlig andere Tiere, vor allem die Vögel und Grillen sind nicht mit den europäischen zu vergleichen, und wirklich interessante Pflanzen und Bäume die man so bisher noch nicht kannte. Auch den hiesigen Wetterbedingungen muss man sich erstmal anpassen.
Die Melbourner sagen dass alle vier Jahreszeiten an einem Tag vorkommen können, und so hatten wir das vergnügen auch schon einigen kalten Wind und heftige Regen und Gewitter gefolgt von herrlichem Sonnenschein zu erleben.
Essen und Leben lässt es sich hier wirklich gut und auch die Preise halten sich meistens trotz einer großen von Touristen überlaufenen Stadt ein Stück unter den bisher gekannten deutschen; vom Bier, leider, einmal abgesehen, das ist meist ein wenig teurer.

Bleiben werde wir hier noch bis zum 20.12. dann bringt uns eines der vielen Flugzeuge hier mal schnell ins 2000 Kilometer und wesentlich tropischere Brisbane um Weihnachten und Neujahr zu verbringen; und natürlich um mehr von diesem riesigen Land zu erkunden.
Ich werde jetzt mal wieder meine Sonnenbrille aufziehen und mir einen guten Kaffee gönnen, mit Weihnachtsgewürzen!

Bis zum nächsten mal,

Cheers







Bericht: rEtro
Photos: rEtro