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KaosKrew::Konzertbericht::Masters of Death













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09.11.06 - Saarbrücken, Garage:


Masters of Death: Entombed, Dismember, Grave, Unleashed



Grave, Dismember, Entombed und Unleashed, alle zusammen auf einem Konzert, das klingt fast unglaublich. Alle diese Band entstammen dem gleichen Urgestein schwedischen Death Metals, viele der Herren die an diesem Abend die Bühne bevölkern würden haben mal zusammen in Bands gespielt, aus jeder Combo hat irgendjemand mal bei Nihilist gespielt, jener Band die später mal in Entombed umbenannt wurde. Für dieses Package ist der Titel der Tour "Masters of Death" ganz sicher nicht übertrieben und der Besuch des Events für jeden der Musik härterer Gangart mag eine absolute Pflichtübung.

Da sich die Bands alle gegenseitig als gleichberechtigt ansehen wurde hatten alle Bands die gleiche Spielzeit und die Reihenfolge sollte an jedem Abend von neuem ausgelost werden. Das ist zwar ungewöhnlich zwang uns aber rechtzeitig aufzuschlagen um garantiert nichts zu verpassen.


Los gings dann pünktlich schon um 18:30 Uhr mit Exterminator aus Belgien die als "lokale Band" angekündigt waren die aber offenbar niemand hier kannte und - seien wir mal ehrlich - Belgien liegt auch nicht wirklich im Saarland, zumindest im Moment nicht. Mit ihrem recht unspektakulären Death Metal konnten die Jungs trotz akzeptabler Performance das Publikum nicht so richtig anheizen, es war nicht mal wirklich viel Publikum da. Tatsächlich war die Anzahl der Anwesenden Metalheads zu diesem Zeitpunkt durchaus ein Grund zur Sorge, so wenig Leute bei so wichtigen Bands?


Inzwischen hatte sich dann die Reihenfolge der Bands wie sie an diesem Abend spielen sollten herumgesprochen und dementsprechend durften Entombed als erstes die Bühne betreten. Zu Beginn des Gigs war dann auch die Halle weitgehend gefüllt, wirklich viel war nicht los, aber wenigstens wars nicht mehr leer. Da Ulf "Uffe" Cederlund im letzten Jahr die Band verlassen hat traten Entombed nur mit einer Gitarre an, bereits der erste Song Chief Rebel Angel zeigt aber dass das kein Problem ist, Rabatz kann man auch zu viert ausgiebig veranstalten. So heftig wie es damit losging wurde der Gig weitergespielt und es war schnell klar das das Set dieses Abends nur heftige Songs beinhalten würde. Wer auf rockige Songs von den Alben DLCVII, Same Difference oder Uprising wartete wurde enttäuscht, dafür waren alle anderen umso begeisterter. Von krachneuen Songs (When In Sodom von der gleichnamigen aktuellen Veröffentlichung) bis hin zu ganz alten Dingern wie Left Hand Path, Stranger Aeons, Sinners Bleed und Revel in Flesh zog sich das Set quer durch die letzte zwei Jahrzehnte. Frontmann L.-G. Petrov erwies sich für die gesamten rund 50 Minuten als wahres Energiebündel, auch wenn er zum Schluß ziemlich fertig aussah, auch der Rest der Band lieferte eine klasse Leistung ab.

Als zweite Band bevölkerten dann Dismember die Bühne. Mit mehr Personal als alle anderen Gruppen des Abends füllen Dismember die kleine Bühne vollständig, viel Bewegung und eine offensichtliche Spielfreude machten den Gig der fünf Schweden absolut sehenswert. Leider liess der Sound mehr noch als bei den ersten beiden Bands ziemlich zu wünschen übrig, die Songs die durch die Bank weg etwas komplexer und melodiegeladener sind als die der Kollegen litten dadurch jedoch arg. Trotzdem schaffen Dismember durch ihren charismatischen Auftritt das Publikum zum Kochen zu bringen und das ist es schliesslich weswegen wir alle da sind.


Die dritte Band des Abend waren dann Grave. Im Gegensatz zu Dismember punkten Grave nicht mit Melodien sondern mit druckvollem Riffing und groovigen Hooks die überwiegend im Rahmen von mid-tempo Stampfern abgeliefert werden, vom Publikum belohnt durch ausgiebiges Kopfschütteln. Allerdings bieten Grave nicht viel zu sehen, eine Bühnenshow ist eigentlich nicht vorhanden und ich persönlich fand die Spielzeit von 50 Minuten etwas zuviel, das wurde mir dann doch langweilig, allerdings war eine Verschnaufpause an dieser Stelle dann auch mal notwendig.



Headliner des Abends und definitiv die Band im Package mit den ausgeprägtesten Headliner-Qualitäten waren dann Unleashed. Wer die Wikinger schon mal live gesehen hat weiss warum die Stimmung deutlich ihren Höhepunkt erreicht wenn Johnny Hedlund das Publikum wie üblich begrüßt: Welcome Warriors.... Dieser Begrüßung lassen die vier Schweden gute 50 Minuten Stimmung pur folgen: kurze prägnante mid-tempo Songs voller eingängiger, grooviger Riffs und einfacher Texte die sich hervorragend zum Mitsingen eignen. Los gings mit dem Klassiker Before the Creation of Time vom ersten Unleashed-Album Where No Life Dwells direkt gefolgt von Never Ending Hate. Nicht fehlen durften die Kracher To Asgaard we Fly und Winterland und es wurden auch einige Songs des neuen Albums Midvinterblot dargeboten: Blood of Lies, Triumph of Genocide und In victory or defeat dessen Refrain (we are immortals - from hell we rise ... we are immortals - just metal, no compromise) sich hervorragend eignet um Mitsing-Spielchen mit dem Publikum zu spielen die die Stimmung immer ausgelassener werden zu lassen. So reichen dann 50 Minuten kaum aus um auch nur die Highlights des Programms zu präsentieren, eine Menge Songs haben mir wirklich gefehlt und es war eine Schande dass Unleashed schon um 23:00 Uhr Schluss machen mussten. Für eine kurze Zugabe reichte die Zeit dann aber doch noch, mit dem obligatorischen Into Glory Ride bei dem Frontmann Johnny immer sein grosses Trinkhorn auspackt und mit der Menge anstößt und zum Abschluss noch Death Metal Victory, der zweite Mitsing-Klopper des Sets und klar der krönende Abschluss des Abends.

Abschliessend muss man sagen: wer diese Tour verpasst ist ein Schlappschwanz! Das muss man gesehen haben und man wird es bestimmt (und leider) auch so schnell nicht nochmal zu sehen bekommen. Ich hege jedoch die Hoffnung die eine oder andere Band auf den Festivals im nächsten Jahr nochmal zu sehen zu bekommen. In diesem Sinne:
My Warriors scream for me - Death Metal Victory !!




Autor: alexter, Fotos: alexter