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Star Trek





Genre: Science Fiction

Erschienen: 7.5.2009
Regie: J.J. Abrams
Screenplay: Roberto Orci, Alex Kurtzmann

Cast:
Chris Pine   [James Tiberius Kirk]
Zachary Quinto   [Spock]
Eric Bana    [Nero]
Simon Pegg   [Montgomery Scott]
Karl Urban    [Dr. Leonard McCoy]
Zoe Saldana   [Nyota Uhura]
Bruce Greenwood   [Captain Pike]
Winona Ryder   [Amanda Grayson]
Leonard Nimoy   [Spock]

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Star Trek. Huh. Hat jeder in irgendeiner Form schonmal gesehen, egal ob als eine der vielen Serien oder als Film. Verschiedene Crews, viele verschiedene Planeten. Weltraumkram. Zeug für Jungs und Männer die in ihrer Freizeit gerne mit Phasern aufeinander losgehen, ihre Zeit auf dem Holodeck verbringen oder von Seven of Nine träumen? Vielleicht. Vielleicht aber auch nicht.

J.J. Abrams, der uns Serien wie "Lost" brachte, versucht sich hier am Star Trek Universum. Und was soll man sagen, Versuch geglückt, keine Opfer zu beklagen. Hier gibt es epische Weltraumschlachten zu bestaunen, die bei aller Epik aber auch übersichtlich bleiben. Kein Transformers-Salat bei dem man nicht weiß wer oder was da grad eigentlich los ist. Stattdessen gibt es Schiffe, Planeten, eine Menge Zerstörung, verhältnismäßig viel Geballer, aber immer schön sortiert. Wie in letzter Zeit so oft haben wir es auch hier ab und an mit wackliger Kameraführung zu tun, aber diese bleibt auf einem durchaus erträglichen Maß und stört den Zuschauer nicht. So macht Weltraum schonmal Spaß. Bitte mehr davon!

Doch keine Angst, 2 Stunden hirnlose Action gibt es sicher woanders. Abrams und seinem Autorenteam ist es gelungen eine gute Portion Drama mit einzubringen. Zwar erlauben sich die Erschaffer des Films eine alternative Welt auszudenken um Star Trek sozusagen völlig von vorne anzufangen, aber das sei ihnen verziehen, denn das Ergebnis ist stimmig. Zur fein ausgearbeiten Action und der Portion Drama kommt ein gehöriger Schuss Charakterentwicklung hinzu. Ja, richtig gelesen. Charakterentwicklung. Das was bei den meisten Filmen heutzutage irgendwo im Schneideraum verloren geht. Hier kommen alteingessene Trekkies auf ihre Kosten, aber auch kompletten Neueinsteigern wird es leicht gemacht zurechtzukommen. Ein Kompromiss der äußerst stimmig gelungen ist.

Kommen wir zum nächsten, bei diesem Film besonders wichtigen Punkt, Schauspieler. Wenn man "Kirk" hört, dann sieht man William Shatner vor sich, Leonard Nimoy ist in den Köpfen der Leute einfach Spock. Es war sicher schwierig Gesichter zu finden die es schaffen würden die in den Köpfen festsitzenden Bilder durch ihre Bilder zu ersetzen oder sich wenigstens mit dem altbekannten zu vermischen. Auch hier kann man nur loben. Die Schauspieler sind großartig ausgewählt. Zachary Quinto sieht Spock zum verwechseln ähnlich, Chris Pine liefert einen wunderbar dynamischen Kirk ab. McCoy ist mies gelaunt wie immer und Simon Pegg schafft es vor allem in der englischsprachigen Version sofort in die Herzen der Zuschauer (der Akzent ist einfach zu genial!). Eric Bana hat als Bösewicht Nero nur ein Problem: er ist viel zu selten zu sehen. Winona Ryder erkennt man auf Anhieb nichtmal als Spocks Mutter, und Leonard Nimoy ließ es sich nicht nehmen seine alte Rolle noch einmal aufzunehmen. Und das nicht nur als Cameo, sondern als vollwertiger Teil des Films. Sulu hat nicht wirklich viel zu tun (hatte er das jemals?), und Chekov fällt wiederrum in der Originalversion mit einem herrlich übertriebenen Akzent auf. Großartig. Hier wurde auf Nummer sicher gegangen, und so hat man es mit einem Cast zu tun der in sich stimmig ist und an dem nichts auszusetzen ist.

Der Soundtrack ist stimmig, drängt sich nicht in den Vordergrund, aber passt gut zum Film. Ein besonderes Augenmerk sollte man auf die Soundkulisse an sich richten. An Bord der Enterprise piepst und fiept es fröhlich vor sich hin, und die DVD bietet, egal ob im Raumschiff oder beim zerstören eines solchen, kristallklaren Sound der die Ohren erfreut. Es mag seltsam wirken das anzusprechen, aber wenn man sich den Film ansieht merkt man schnell wie ordentlich in diesem Bereich gearbeitet wurde.

J.J. Abrams ist es mit Star Trek gelungen alteingesessene Fans neu zu begeistern, gleichzeitig macht er das Thema auch dem Teil des Publikums zugänglich der damit bisher wenig bis garnichts zu tun hatte. Eine ausgereifte Geschichte, grandiose Special Effects gepaart mit einer Menge Charakterentwicklung, großartigen Schauspielern, toller Musik, viel Humor und unzähligen Hommagen an die alten Zeiten summieren sich hier zu einem Film den man auf jeden Fall gesehen haben sollte.

Wir schreiben das Jahr 2038. Spock befindet sich auf einer heiklen Mission: Er soll eine entstehende Supernova in ein mithilfe von roter Antimaterie erschaffenes Schwarzes Loch leiten. Doch der Auftrag scheitert. Die Sonne explodiert und zerstört den Planeten Romolus. Nero, Kapitän eines romulanischen Bergbauschiffes, der Narada, greift Spock an. Beide Schiffe werden jedoch durch das Schwarze Loch in die Vergangenheit geschickt. So wird eine alternative Zeitlinie geschaffen.

154 Jahre früher: Das Föderationsschiff USS Kelvin untersucht Energie-Turbulenzen welche der Ankunft der Narada vorauseilen. Prompt greift Nero die Kelvin an, und um die Evakuierung des Schiffes zu ermöglichen bleibt George Kirk an Bord. Er geht auf Kollisionskurs und hält bis zu seinem Tod Kontakt mit seiner Frau, die gebärend das Schiff verlassen hat. Beide einigen sich darauf ihren Sohn nach ihren Vätern zu benennen. James Tiberius Kirk erblickt das Licht des..naja Universums. Geroge Kirk rammt die Narada und rettet so 800 Menschen. Nach 25 Jahren trifft Spock aus der Zukunft ein und wird von Nero auf dem Eisplaneten Delta Vega ausgesetzt.

James T. Kirk wird älter und kommt schließlich mit der Sternenflottenakademie in Kontakt, genauer gesagt prügelt er sich in einer Kneipe mit Kadetten. Dort trifft er auf Captain Pike der ihn dazu bringt seinem Vater zu folgen und ebenfalls der Akademie beizutreten. Er freundet sich schnell mit dem notorisch miesgelaunten Dr. McCoy an. Seine Versuche mit Uhura anzubandeln bleiben allerdings erfolglos.

Auch Spock kommt zur Akademie nachdem er auf seinem Planeten wegen seiner Abstammung (seine Mutter war ein Mensch) aneckt. Mit Kirk fängt er Streit an weil der den von ihm entwickelten Kobayashi-Maru Test manipuliert und so als Erster überhaupt besteht. Kirk bekommt eine Anhörung, während dieser trifft ein Notruf vom Planeten Vulkan ein. Kirk darf jedoch aufgrund der Vorwürfe gegen ihn nicht mit. McCoy schmuggelt ihn allerdings mit an Bord der Enterprise.

An Bord erkennt Kirk Gemeinsamkeiten zwischen diesem Angriff und dem Angriff bei dem sein Vater ums Leben kam. Er warnt Captain Pike, und als die Enterprise ankommt findet sie die restliche Flotte zerstört vor. Der Planetenkern wird angebohrt und Captain Pike geht auf Nero's Schiff, vorher gibt er Spock das Kommando und ernennt Kirk zum Ersten Offizier. Kirk und Sulu schaffen es den Bohrer zu sabotieren, doch sie sind zu spät. Eine Bombe mit roter Antimaterie zerstört den Planeten und nur wenige Vulkanier können gerettet werden. Nero steuert als nächstes Ziel die Erde an.

An Bord der Enterprise bricht indes Streit aus über die weitere Vorgehensweise. Spock setzt Kirk schließlich auf dem Planeten Delta Vega aus, dort trifft Kirk auf dem Spock aus der Zukunft, der die Zerstörung seines Heimatplanetens mit ansehen musste, genau wie Nero in der Zukunft. Spock zeigt Kirk was in der Zukunft geschehen ist und erklärt ihm das Kirk und er später Freunde werden, Kirk nun aber Captain der Enterprise werden muss um die Erde zu retten. Spock bringt Kirk zu einem Außenposten der Föderation, dort treffen die beiden auf Montgomery Scott. Spock teilt ihm eine Transportertheorie mit, die Scott erst später entwickeln wird, und so können Scott und Kirk auf die mit Warpgeschwindigkeit reisende Enterprise beamen.

An Bord provoziert Kirk Spock zu einer Überreaktion und erlangt so das Kommando. Die Enterprise nimmt Kurs auf die Erde, Chekov überlegt sich eine Möglichkeit an die Narada heranzukommen ohne entdeckt zu werden. Spock und Kirk arrangieren sich und beamen sich auf die Narada. Spock findet "sein" alten Raumschiff aus der Zukunft und zerstört damit den Bohrer. Kirk befreit Pike, durch die zerstörung des Bohrers wird Nero abgelenkt. Spock bringt sein Raumschiff auf Kollisionskurs mit der Narada, Scott kann die drei im letzten Moment auf die Enterprise zurückholen. Kirk bietet Nero an auf die Enterprise zu kommen, doch Nero will lieber mit seinem Schiff untergehen. Die Narada wird zerstört, die Enterprise entgeht dem gleichen Schicksal durch Abwurf und Zündung des Warpkerns.

Zurück in der Akademie wird Kirk zum Captain der Enterprise ernannt. Spock will gemeinsam mit den anderen Vulkaniern gehen, doch er trifft ebenfalls auf sein Ich aus der Zukunft und wird daraufhin Erster Offizier unter Kirks Kommando.

     [9 von 10] Autor: Aure (03.10.2009)




User comments

special K (12.10.2009 um 21:55 Uhr)
erstaunlich guter film, auch für mich als treki hasser!
Bewertung: 9 (von 10 Punkten)


rEtro (20.11.2009 um 08:17 Uhr)
zwar ewig ewig her das ich ihn gesehen habe aber fand ihn sehr gut Smilie
Bewertung: 10 (von 10 Punkten)