Terminator: Die Erlösung
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Genre: Action Sci-Fi
Erschienen: 04.06.2009
Regie: McG
Screenplay: John D. Brancato, Michael Ferris
Cast:Christian Bale (John Connor)
Sam Worthington (Marcus Wright)
Moon Bloodgood (Blair Williams)
Helena Bonham Carter (Dr. Serena Kogan)
Anton Yelchin (Kyle Reese)
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1984 erschien mit Terminator ein Film, mit dem Arnold Schwarzenegger in der Rolle eines Cyborgs aus der Zukunft das damals aufkommende Genre der Dark Future Science Fiction Filme mitprägte. 1991 erschien mitTerminator 2 – Tag der Abrechnung ein Nachfolger, der den ersten Teil sogar noch übertraf und Maßstäbe in Sachen Action setzte. Damals fanden diese beiden Filme von James Cameron eine Menge Anhänger, insbesondere unter den Fans post-apokalyptischer Zukunftsvisionen. In wenigen Szenen wurde in den ersten beiden Filmen auch die Welt der Zukunft gezeigt, von der aus das Computersystem Skynet den Terminator in die Vergangenheit schickte, um seinen größten Widersacher zu erledigen, den größten Kämpfer des Widerstandes gegen die Maschinen, John Connor.
Seitdem wünschen sich Fans in aller Welt sehnlichst einen Film, der den Kampf in dieser dystopischen Welt allein thematisiert, die Schlacht zwischen Menschen und Maschinen, das Zusammentreffen von riesigen Kampfrobotern mit den letzten, überlebenden Menschen. 2009 sollte es jetzt soweit sein, unter der Leitung des ehemaligen Musikvideoregisseurs McG erschien nach einem kleinen, aber wenig befriedigenden Intermezzo in Form von Terminator 3 - Rebellion der Maschinen ein neuer Teil der Geschichte, in der Hauptrolle des Widerstandkämpfers John Connor niemand Geringeres als Christian Bale, der zuletzt gerade in seiner Rolle des ebenfalls neu aufgelegten Batmans brillierte. In seiner Rolle bestätigt für eine komplette Trilogie soll Bale als Connor in drei neuen Filmen die Geschichte erzählen, die zu den Ereignissen der ersten Filme führt.
Leider hat sich bereits bei den ersten Trailern das Unvermeidliche abgezeichnet, der Traum der Fans sollte nicht erfüllt werden. Dem Team um McG ist ein visuell starkes Werk gelungen, dass in Sachen Spezialeffekte vielleicht nicht gerade Maßstäbe setzen, doch aber zu Begeisterung verleiten kann und den Augen der Anhänger von dystopischen Zukunftsvisionen eine wahre Bilderflut von heruntergekommenen Städten, martialischen T-600 Terminatormodellen und mit Fetzen bekleideten Widerstandskämpfern beschehrt. Zwar erinnern viele der Maschinen und vor allem die Basis des Skynet mehr an die Matrix Trilogie, denn die Terminatorwelt, für eine dreckige Endzeitoptik ist aber dennoch gesorgt, die ganze Welt wird in verwaschenen, braunstichigen Farben gezeichnet. Viele neue oder innovative Ideen gibt es nicht in Sachen Postapokalypse, da hätte man durchaus den Anspruch verfolgen können mal etwas Neues zu zeigen. Da gibt der Computerspielsektor mit Fallout 3 schon deutlich mehr her.
Aber die nahezu nicht existente Handlung sowie die erschreckend mangelhaften Leistungen der Schauspieler lassen einfach keine Stimmung aufkommen. Fast bekommt man den Eindruck das Ziel sei es gewesen einen richtigen Männerfilm zu produzieren und da, wie man in unserer aufgeklärten und emanzipierten Welt gemeinhin weiß, Männer nicht dazu in der Lage sind einer durchgehenden Handlung zu folgen geschweige denn mehr als zwei unterschiedliche Emotionen im Gesicht eines anderen Menschen zu erkennen, wurden diese Elemente schlicht wegrationalisiert. Als einziges cineastisches Mittel, dass ausreicht um Männern die Dramatik einer Situation deutlich zu machen, zeigt sich auch in Terminator: Die Erlösung mehrfach die Kamerafahrt weg von einem schreienden Mann mit ausgestreckten Armen und geballten Fäusten, die zur Untermalung der tiefen Dramatik bestenfalls wütend dem Schicksal entgegen geschüttelt werden. Oskarverdächtig.
Besonders enttäuschend zeigt sich hierbei Christian Bale als zum Messias auserkorener John Connor, der mit eiserner Maske einen gestrengen Militär mimt, der aus seiner erstarrten Haltung nur hin und wieder aufwacht, um ein bißchen rumzuschreien. Wesentlich menschlicher erscheint da Sam Worthington als Marcus Wright, was überrascht, da er als Maschine den Erwartungen an eine künstliche Intelligenz zufolge ansich der zurückhaltendere, kühlere Kopf sein sollte, wahrscheinlich erschließt sich mir aber die tiefe, philosophische Bedeutung dieses erstaunlichen Kontrastes schlicht nicht, ich bin ja auch nur ein Mann.
Ein weiterer Punkt, den anzusprechen in Hinsicht auf einen astreinen Actionfilm etwas paradox zu sein scheint, ist die schiere Masse an Fehlern im Film. Zwar gibt es durchaus auch Szenen die ganz im Gegenteil sogar zu begeistern wissen, da übliche, filmische Realitätsverzerrungen keine Anwendung finden. So wird der übliche Versuch einen Tanklaster mit einem Schuß zur Explosion zu bringen nicht von Erfolg gekrönt, erst die Entzündung durch eine Magnesiumfackel führt zum erhofften Resultat. Und selbst dann reicht die Explosion nicht, um den mechanischen Feind auszulöschen, so sollte das sein! Dagegen stehen leider aber zu viele Szenen, die so dermaßen weh tun, dass sie auch das oberflächlichste Vergnügen stark zerkratzen. Da wären zum einen die nuklearen Explosionen. Im Allgemeinen nimmt man an, dass eine solche Explosion nicht nur am Ort des Geschehens gefährlich ist, sondern auch noch ein Stück weiter weg. In vielen Filmen wird die dafür verantwortliche Druckwelle beeindruckend in Szene gesetzt. Nicht so in Terminator: Die Erlösung. Zumindest gilt diese Gefahr nicht für John Connor, der durchaus wenige Meter neben einem Atompilz ruhig auf die Rettung warten kann. Selbst Indiana Jones hat dafür einen Kühlschrank gebraucht! Als es dann aber daran geht gegen die Terminatoren anzutreten hält man vergeblich nach Gefahren Ausschau. Inmitten der Zentrale, im innersten Inneren von Skynet findet der Endkampf statt, in der Fabrik, in der die Terminatoren hergestellt werden (und in der übrigens überall offene Feuerstöße aus dem Boden und den Wänden kommen, was in Fabriken dieser Zeit absolut üblich ist). Doch dem Widerstand stellt sich nur ein einziger Terminator entgegen, die Dutzenden im Hintergrund scheinen noch nicht fertig gestellt worden zu sein. Ein Mensch und ein 'guter' Terminator gegen einen lahmen T-800, ist das denn fair? Geschweige denn spannend?
Schön daran allerdings, und das hat mindestens einen Punkt in der Bewertung ausgemacht: Der T-800 sieht so bekannt aus! Arnold Schwarzenegger aka der Governator hat tatsächlich einen Gastauftritt, wenn auch in digitaler Form. Der Terminator ist 'echt'! Selbst im enthäuteten Zustand sind seine Bewegungen noch eindeutig arnoldesk. Auch andere Querverweise sind quer über den Film verteilt, seien es ein Foto von Linda Hamilton in ihrer damaligen Rolle als Johns Mutter Sarah Connor oder Johns lässiges "Ich komme zurück", frei übersetzt aus dem englischen "I'll be back!". Doch damit leider nicht genug. Auch wenn coole Sprüche zu Terminatorfilmen gehören wie zerstörungsverherrlichende Actionsequenzen, der vierte Teil enthält deutlich zu viele pseudo-heroische Monologe und schwachsinnige Dialoge, als dass die damit erreicht Coolness nicht schon längst in Albernheit umschlagen würde ("Sein Herz ist schwach!" "Dann nehmt meins.").
Terminator: Die Erlösung bietet postapokalyptische Bilder und überzeugende Spezialeffekte, insbesondere in Sachen Maschinen, allerdings sind die Charaktere zu flach und die Story zu brüchig, damit der Film wenigstens als Popcorn-Kino durchginge. Die erhoffte Schlacht zwischen Menschen und Maschinen bleibt aus, dafür endet der Film in einem Happy End, dass es ohne Liebesgeschichte schafft schnulzig zu sein.
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[6 von 10]
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Autor: kAoSKoBoLd (06.06.2009)
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User comments
| special K (16.06.2009 um 13:46 Uhr) |
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jaja der film war echt nicht so prall....und der sexy christian bale war auch eher nicht so heiss....der war schon wieder so durr, dass er mich eher an den maschinisten erinnert, als an den heissen, gut durchtrainierten bruce wayne , also batman....sehr sehr schade für das weibliche auge, allerdings passt es natürlich zum szenario, apokalypse, kein essen.....das macht schon sinn......
naja aber auch mal abgesehen davon war er ganz cool, ich meine man kann ihn schon gesehen haben, aber wenn es jetzt keinen vierten terminator gegeben hätte, wäre das auch kein weltuntergang gewesen.....schade! | | Bewertung: 6 (von 10 Punkten) |
| herbstwerk (02.07.2009 um 20:33 Uhr) |
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sorry, aber ich bin so frei und berichtige das mal für dich:
...aber wenn es jetzt keinen dritten terminator gegeben hätte, wäre das auch kein weltuntergang gewesen... | | Bewertung: 4 (von 10 Punkten) |
| Hypnos (23.07.2009 um 22:35 Uhr) |
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| Nicht unbedingt geistreich, aber im Vergleich zum 3ten wenigstens unterhaltsam. | | Bewertung: 7 (von 10 Punkten) |
| Aure (26.08.2009 um 11:55 Uhr) |
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| Ich hätte von Christian Bale mehr erwartet als den ganzen Film über nur böse zu gucken...die special effects waren gut gemacht, aber der Kram dazwischen hat gestört. Wenn der Regisseur jetzt Michael Bay gewesen wäre, dann hätte ich dafür Verständniss gehabt, aber so? Schau ich mir nicht nochmal an. | | Bewertung: 4 (von 10 Punkten) |
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