Watchmen - Die Wächter
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Genre: Action Comicverfilmung
Erschienen: 05.03.2009
Regie: Zack Snyder
Screenplay: David Hayter, Alex Tse
Cast:Carla Gugino [Sally Jupiter / Silk Spectre]
Jeffrey Dean Morgan [Edward Blake / The Comedian]
Patrick Wilson [Dan Dreiberg / Nite Owl II]
Malin Akerman [Laurie Juspeczyk / Silk Spectre II]
Billy Crudup [Jon Osterman / Dr. Manhattan]
Jackie Earle Haley [Walter Kovacs / Rorschach]
wichtige Links:
offizielle Homepage Trailer IMDB kAoSKrEw-Preview
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Comicverfilmungen liegen nach wie vor stark im Trend. An allen Ecken und Enden tauchen sie auf: Knallbunte Helden bei denen die Sonne immer scheint und die an sich heile Welt noch ein bisschen heiler gemacht wird.
Watchmen macht Schluss damit. Heile bunte Welt gibt es woanders schon genug, hier nicht. In den 80er Jahren steht der nukleare Krieg zwischen den USA und den Sowjets vor der Tür, die Uhr steht (im wahrsten Sinne des Wortes) auf fünf vor 12. In diesen chaotischen Zeiten stirbt der Comedian. Ein Held der ersten Generation, und (wie man in Rückblenden erfährt) ein äußerst untypischer Held. Einer der vergewaltigt, Frauen erschießt und auch gerne mal auf Unschuldige losgeht. Nein, heile Welt gibt es wahrlich woanders. Seine Ermordung gilt es aufzuklären.
Zack Snyder bewies zuletzt mit dem optisch aufregenden "300" sein Gespür für Bilder. Damit macht er bei "Watchmen" weiter. Der Film kommt in einer Wahnsinnsoptik daher. Angefangen bei den Kostümen, wo besonders Rorschach's Maske die anhaltende Aufmerksamkeit des Zuschauers einfangen dürfte (von Dr. Manhattan mal ganz zu schweigen) über die detaillierte Umwelt der Charaktere bis hin zu den wunderbar choreographierten Kampfsequenzen, die Optik überzeugt auf voller Filmlänge.
Auch die Schauspieler sind sehr gut ausgewählt. Es finden sich keine allzu bekannten Namen aus Hollywood wieder, aber hier zeigt sich: es müssen nicht immer die großen Namen sein. Jeder Einzelne überzeugt, und einige Rollen sind wirklich anspruchsvoll. Rorschach's Gesicht sieht man meistens nichtmal, Dr. Manhattan hingegen ist den ganzen Film über einfach nackt und leuchtet auch noch blau. Beide Extremfälle stören den Film aber keinesfalls. Patrick Wilson spielt großartig den verunsicherten Ex-Superhelden, und Malin Akerman schafft es, nicht nur gut auszusehen sondern auch ihrer Rolle den nötigen Tiefgang zu verpassen. Wer mit ein wenig Hintergrundwissen ins Kino geht wird an Ozymandias seine wahre Freude haben, und Dr. Manhattan (man denke an das Manhattan Project) kann beinahe schon als Allegorie zu Gott gesehen werden. Er liegt im Kampf mit sich selbst, da er über allen Menschen steht. Man spürt seinen inneren Konflikt, der großartig herausgearbeitet wurde. Keiner dieser Superhelden ist perfekt, und ihr vielen Fehler machen sie so menschlich.
Was uns direkt zum nächsten Punkt führt, dem Skript. "Watchmen" ist eigentlich ein Graphic Novel, insofern gab es eine relativ gute Vorlage. Das trotzdem ein paar Szenen fehlen oder anders sind fällt hier kaum ins Gewicht, denn das Ergebnis stimmt. Bei drei Stunden Laufzeit ist der Film keine einzige Sekunde langweilig. Auf alle Charaktere wird eingegangen, die benötigte Zeit wird sich einfach genommen. Man lernt alle Watchmen genau kennen, lernt ihre Motive und ihre Motivation kennen und verstehen. Endlich wieder ein Film der sich für die Charakterentwicklung Zeit nimmt. Man erlebt die Konflikte der Helden mit, leidet mit ihnen, hinterfragt ihre Vorgehensweisen. Ein Film der gleichzeitig großartiges Popcornkino abliefert, aber auch auf tieferen Ebenen überzeugt.
Ebenso fällt der Soundtrack positiv ins Auge, beziehungsweise Ohr. Wie schon bei "300" ist Tyler Bates dafür verantwortlich, und er hat mit vielen verschiedenen Liedern aus den 80er Jahren eine stimmungsvolle Soundcollage geschaffen, die sich dem filmischen Geschehen nahtlos anpasst.
In Deutschland kam der Film noch mit einer FSK 16 davon, zartbesaiteten Zeitgenossen ist jedoch vom Kinobesuch abzuraten. Nichtmal wegen den vorkommenden Sexszenen oder der Sprache, aber einige Gewaltdarstellungen (vor allem im Zusammenhang mit Frauen) sind doch sehr unschön und hinterlassen ein flaues Gefühl im Magen. Allerdings sind all diese Szenen nicht sinnloses Schmuckwerk, sondern dienen der Geschichte der einzelnen Charaktere. Gewalt mit sinnvollem Hintergrund sozusagen.
Lange Rede, kurzer Sinn: Nach "The dark Knight" schaffen es die nächsten DC-Helden auf furiose Art auf die große Leinwand. Ich kann nur dazu raten sich diesen Film im Kino anzusehen, es lohnt sich auf jeden Fall. Mit "Watchmen" wurde die Messlatte für das soeben begonnene Kinojahr 2009 sehr hoch gelegt, und man darf gespannt sein ob da noch etwas besseres daherkommt.
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[10 von 10]
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Autor: Aure (14.03.2009)
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User comments
| Feldor (14.03.2009 um 19:45 Uhr) |
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kann ich nur zustimmen, hab diverse kritiken gehört die meinten er sei zu lang u würde sich ziehen, finde ich aber in keiner weise.
schon lang keinen so guten film mehr gesehen | | Bewertung: 10 (von 10 Punkten) |
| rEtro (15.03.2009 um 01:46 Uhr) |
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Der war auch keine 3h oder? .... 2.5 oder so! Aber nicht zu lang! Guter Film ... hat viel schlechte Kritik bekommen ... nehme an das vielen Kinogaengern das nachdenken nicht so in den Actionheldenfilmabend passt!
Bin sehr Begeistert und werde nun auch mal noch das drumherum erkunden (comics etc.) (normal mache ich das immer vor einem Film aber nach der ganzen Kritik wollte ich diesem voellig unvorbehalten entgegentreten ) | | Keine Bewertung |
| kAoSKoBoLd (22.03.2009 um 11:09 Uhr) |
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Ja, auch von mir vollste Zustimmung! Der Film ist ein richtiges Meisterwerk!
Bei uns im Kino hatte er allerdings FSK18, was ich für durchaus sinnvoll halte, und ich würde auch sagen 2.5 Stunden. Im Sommer soll allerdings ein Director's Cut rauskommen, wo nochmal einige Dinge genauer beschrieben werden, denn manche Handlungsstränge verliert man ja sogar trotz der Länge aus den Augen.
Ich hab echt noch nie so geniale 'Helden' gesehen wie Rohrschach und Dr.Manhattan, die find ich einfach nur klasse.
Die häufige Kritik kann ich echt nicht nachvollziehen... und ganz im Ernst, vieles davon liest sich wieder nach dieser "Prinzip-Kritik" von wegen, man muss an allem was Schlechtes finden. Wo der eine 'die nächste Comicverfilmung' mit langweiliger Pointe kritisiert, motzen die anderen am langweiligen Tiefgang rum... man kann's wohl keinem Kritiker recht machen...
Aber der Film ist einfach nur Klasse!
| | Bewertung: 10 (von 10 Punkten) |
| rEtro (16.03.2009 um 07:25 Uhr) |
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Mitlerweile das erste von 12 comics gelesen (bzw als animierten comic [= sehr cool] geschaut!) und es ist krass wie nah der film an der vorlage ist ... da stimmen die sprechblasen fast 1 zu 1! erklaert warum der film so gut ist
PS hier war er uebrigens PG(15)! | | Keine Bewertung |
| Hypnos (19.03.2009 um 19:54 Uhr) |
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Finde ihn auch genial.
Da grübelt man noch lange drüber. | | Bewertung: 9 (von 10 Punkten) |
| special K (22.04.2009 um 09:58 Uhr) |
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| auch ich habe ihn jetzt endlich gesehen und ich muss auch sagen sehr sehr guter film.....hat spass gemacht den zu guckn.... | | Bewertung: 10 (von 10 Punkten) |
| Aure (15.07.2009 um 09:41 Uhr) |
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So, anlässlich des in zumindest Amerika bald erscheinenden Director's Cut hier ein kleines UPDATE zum Film:
Der Director's Cut kommt mit 25 Minuten mehr Laufzeit daher. 5 komplett neue Szenen und viele kleine Erweiterungen wie zB die Flashbacks die die Geschichte der Watchmen erzählen, sowie verlängerte und brutalere Kampfszenen fügen sich nahtlos in das Konzept des Films ein. Keine fällt beim anschauen negativ auf, wenn man nicht weiß was neu ist werden einem viele Sachen wahrscheinlich nichtmal auffallen. Nach mehrmaligem Anschauen kann ich nur sagen: Der Director's Cut ist DIE Version des Films die man sich ansehen sollte. Mehr Action, mehr Tiefgang, mehr Watchmen. | | Keine Bewertung |
| DasPersche (04.09.2009 um 00:03 Uhr) |
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wirklich wirklich genial, auch wenn ich ihn nur in der kürzeren fassung gehsehen habe. mit Sin City zusammen die beste Comicverfilmung überhaupt.
Hrr hrr und Rorschach ist einfach genial  | | Bewertung: 10 (von 10 Punkten) |
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