Der seltsame Fall des Benjamin Button
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Genre: Mystery Drama Lovestory
Erschienen: 29.01.2009
Regie: David Fincher
Screenplay: Eric Roth
Cast:Brad Pitt [Benjamin Button]
Cate Blanchett [Daisy]
Tilda Swinton [Elizabeth Abbott]
Julia Ormond [Caroline]
Jason Flemyng [Thomas Button]
Taraji P. Henson [Queenie]
wichtige Links:
offizielle Homepage Trailer IMDB kAoSKrEw-Preview
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Unser Leben läuft in geregelten Bahnen. Wir werden geboren, wir altern, und irgendwann sterben wir, im Idealfall sehr alt und friedlich im Kreise der Familie. Doch was, wenn all das nun verkehrt herum läuft?
Genau darum geht es in "Das seltsame Leben des Benjamin Button". Benjamin's Eltern sind geschockt als statt des erwarteten "normalen "Babys in ihren Armen auf einmal ein alter Mann liegt. Aus Scham setzen sie das Kind vor einem Seniorenheim aus, dort findet Benjamin eine liebende Mutter und Menschen die ihn nicht ausgrenzen. Doch wie lebt man sein Leben wenn alle um einen herum altern, während man selbst von Tag zu Tag jünger wird? David Fincher (7, Zodiac) zieht hier alle Register um einen Film abzuliefern der im Gedächtnis bleibt.
Die Hauptrolle ist mit Brad Pitt wunderbar besetzt. Macht der Gute auch meistens mehr Schlagzeilen mit seinen diversen Eheproblemen und Kindern, schauspielern kann er. Soweit das möglich ist spielt er Benjamin in allen Alterslagen und (ebenso wie bei den anderen Schauspielern) ist es schwer auszumachen wieviel CGI wirklich zum tragen kam um ihn altern zu lassen oder zu verjüngen. Auch Cate Blanchett beweist eindrucksvoll ihr Können. Die wahre Perle des Films dürfte allerdings Taraji P. Henson sein, die Benjamins Ersatzmutter spielt. Bei den Schauspielern wurde schonmal nichts falsch gemacht. Die gewonnenen Oscars in den Kategorien Make-Up und Visuelle Effekte sind absolut verdient, in beiden Kategorien setzte der Film 2008 Maßstäbe.
Die Wahl des Regisseurs scheint auf den ersten Moment ein wenig seltsam anzumuten, glänzte David Fincher bisher mit Filmen wie 7, Zodiac oder auch Fight Club. Und genau dieser Regisseur mit einem Faible für das düstere, die Abgründe in den Menschen macht sich nun daran, eine absolut bewegende und wunderschöne Liebesgeschichte zu erzählen? Ganz genau, und was soll man sagen? Es gelingt ihm wunderbar. Jedes einzelne Bild im Film trägt unverkennbar seine Handschrift. Vom Ende des Ersten Weltkrieges bis zu Hurrikan Katrina spannt sich die Geschichte, und während beinahe drei Stunden Zeit vergehen wird der Film nicht langweilig. Es gibt immer etwas zu bestaunen. Auch der Soundtrack ist stimmig, er drängt sich niemandem auf, sondern hilft nur den einzelnen Szenen sich zu entfalten.
Wieso dann keine 10 Punkte? Ganz einfach. Drei Stunden wunderschöne Bilder und tolle Schauspieler können nicht ganz kompensieren das dem Film eine gewisse Logik abhanden kommt (und damit meine ich nicht das rückwärts-altern, das geht durchaus in Ordnung). Statt sich seinem Leben zu stellen, statt damit klarzukommen, sich zu arrangieren läuft Benjamin Button lieber weg. Weg vor der Verantwortung, weg vor den Herausforderungen des Alltags und weg von der Frau die er liebt. Darüber hinaus bleiben ein paar Fragen ungeklärt die zumindest ich gerne beantwortet gehabt hätte.
Was am Ende bleibt ist ein schön anzusehender Film mit großartigen Darstellern, der zwar nicht das Meisterwerk ist als das er gehyped wurde, aber doch positiv im Gedächtnis bleibt. Das ist schon mehr als man von den meisten Filmen heutzutage sagen kann. Man macht also keineswegs einen Fehler wenn man sich drei Stunden mit diesem Film vertreibt. Am besten auf dem Sofa zuhause, während es draußen regnet, dazu eine Tasse heiße Schokolade. Für genau dieses Szenario ist dieser Film gemacht worden.
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1918 stirbt eine Frau bei der Geburt ihres Kindes. Ihr Mann ist entsetzt, denn: das Kind macht in allen Belangen den Eindruck eines gebrechlichen Mittachtzigers der kurz vor seinem Tod steht. Aus Scham und Verzweiflung setzt er den Säugling vor einem Altenheim ab. Die Betreiberin des Heims, die sich sehnlichst ein Kind wünscht, findet das Baby vor ihrer Tür und behält es. Benjamin wächst im Altenheim auf und lernt dort Daisy kennen, die Enkelin einer anderen Heimbewohnerin. Doch Benjamin altert rückwärts, und so wird er von Tag zu Tag jünger. Sein Vater nimmt wieder Kontakt mit ihm auf, sagt ihm aber nicht wer er ist. Mit 17 verlässt Benjamin das Altenheim um zur See zu fahren. Anfänglich schreibt er Daisy, doch der Kontakt bricht irgendwann ab.
Später kommt Benjamin nach New Orleans zurück und trifft dort Daisy. Sie tanzt mittlerweile in New York beim Ballet. Jedoch weist er sie zurück, und enttäuscht reist sie wieder ab. Sein Vater offenbart sich ihm in dieser Zeit und bereut das er ihn ausgesetzt hat, hatte er doch seiner Frau auf dem Sterbebett versprochen sich um das Kind zu kümmern. Benjamin verzeiht ihm jedoch, und als sein Vater schließlich stirbt wird er durch das Erbe reich. Er reist zu Daisy nach New York, muss dort aber feststellen das sie mit einem anderen Mann zusammen ist. Er reist wieder ab und kehrt erst zu ihr zurück als er erfährt das sie in Paris von einem Auto angefahren wurde. Daisy erträgt jedoch nicht das er sie so verletzt sieht und schickt ihn weg.
Jahre später kehrt Daisy zurück nach New Orleans. Sowohl sie als auch Benjamin sind nun um die 40 und damit auch äußerlich gleichaltrig. Eine Zeit lang sind beide glücklich, doch als Daisy ein Kind von Benjamin bekommt fängt dieser an sich vor der Verantwortung zu drücken und verschwindet aus dem Leben seiner Familie. Er kommt zurück als seine Tochter ein Teenager ist, er und Daisy verbringen eine letzte Nacht miteinander. Benjamin's Leben endet in dem Altenheim in dem er auch aufgewachsen ist. Daisy zieht ebenfalls dort ein und kümmert sich um Benjamin, der mittlerweile an Alzheimer leidet und schließlich als Baby stirbt.
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[7 von 10]
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Autor: Aure (28.09.2009)
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