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Gabriel





Genre: Action Fantasy

Erschienen: 15.11.2007
Regie: Shane Abbess
Screenplay: Shane Abbess, Matt Hylton Todd

Cast:
Andy Whitfield   [Gabriel]
Dwaine Stevenson   [Sammael]
Samantha Noble	   [Jade / Amitiel]
Erika Heynatz   [Lilith]
Michael Piccirilli   [Asmodeus]

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Seit Dante Alighieris Divine Comedia (dt: Göttliche Komödie) spätestens wissen wir, dass es zwischen Himmel und Hölle noch das Fegefeuer gibt, wo die Seelen Verstorbener verweilen, bis am Tag des jüngsten Gerichtes entschieden wird wohin sie gehören, in den Himmel oder die Hölle. Im australischen Film Gabriel haben die Mächte der Dunkelheit die Macht über diese Zwischenwelt erlangt und der Himmel schickt den letzten Erzengel, der den gleichen Namen trägt wie der Film, um dort wieder für Ordnung zu sorgen.

Die Thematik schlägt bereits von der DVD Aufmachung her unmißverständlich entgegen. Dunkle Atmosphäre, der Titel und die Slogans preisen einen modernen Actionfilm mit religiöser Thematik an. Gewisse Erinnerungen an God's Army kommen bereits jetzt auf, nach den ersten Minuten folgen auch noch starke Reminiszenzen an Underworld, Constantine und den ähnlich exotischen Nightwatch. Die Richtung ist eindeutig und der Stil sehr bewußt überzeichnet, wodurch man bereits Schwierigkeiten hat dem Vorspann zu folgen.

Die Optik ist total überladen mit CGI und Requisiten und vor allem die Charaktere sind derart überzogen auf 'cool' getrimmt, dass man zeitweise das Gefühl hat einen dilettantisch gedrehten Matrix-Fanfilm vor sich zu haben. Schlimmer wird es noch, wenn die Erzengel und Dämonen anfangen sich zu unterhalten, denn die Dialoge liegen sogar noch unter dem bereits für B-Movies niedrigen Niveau und ergeben kaum einen Sinn. Wohlgemerkt, der einzige Bezug zur groß geschriebenen Religionsthematik liegt in den Namen der beiden Parteien, wo sich Dämonen und Engel der verschiedensten Kulturen tummeln. Einen Zusammenhang zwischen den Wesen aus der Mythologie und ihren Gegenstücken im Film kann man allerdings kaum erkennen, obwohl man den Geschichten viele Eigenschaften und Wesenszüge hätte entnehmen können. Insbesondere die Dämonen hinterlassen leider nicht mehr Eindruck als ein paar Gothic Fans mit Starallüren.

Lässt man die Dialoge aber beiseite und versucht nicht den Sinn des Films zu verstehen oder der Storyline zu folgen, die man in genug Filmen bereits besser gesehen hat, hat man einen soliden Actionfilm mit einigen sehr netten Effekten vor sich. Diese sind zwar nicht gerade innovativ, aber für einen Newcomerfilm mit derart geringem Budget erstaunlich gut. Immerhin setzt Gabriel damit ein Zeichen, dass Australien in Sachen Cinematographie, insbesonderer fantastischer Art, doch nicht nach Mad Max verstorben ist. Die Schauspieler, allesamt lokale, australische Mimen, konnten zwar nicht gerade in Sachen Darstellungskunst überzeugen, profitieren letztlich aber vermutlich doch von der Optik des Films und dem Marketing. Kein Wunder also, dass die Australier den Film fanatisch bejubeln, wenn auch der Rest der Welt sich den Lobpreisungen nicht ganz so anschließen kann.
Die Mächte der Dunkelheit haben die Macht im Fegefeuer für sich beansprucht und das Licht hat den Durchblick und den Kontakt zu den eigenen Frontkämpfern, den Erzengeln, verloren. Also wird der letzte Erzengel geschickt, um die Dinge wieder ins Reine zu bringen.

Im Fegefeuer angekommen findet Gabriel schnell heraus, dass seine Kräfte dort nach und nach verschwinden und er wenig Zeit hat, um das Gleichgewicht zwischen Licht und Dunkelheit wieder herzustellen. Auf seiner Suche nach den übrigen Erzengeln muss Gabriel außerdem feststellen, dass er bei seinem Kampf ziemlich auf sich alleine gestellt sein wird, denn der Rest ist entweder tot, fürchtet dieses Schicksal, krank oder von der Dunkelheit korrumpiert worden.

Zwar lichtet Gabriels Nemesis Sammael persönlich seine Reihen und tötet Baliel, doch zu sechst stellt die dunkle Seite damit immer noch eine deutliche Übermacht dar. Nach und nach zieht Gabriel das Gleichgewicht wieder auf seine Seite, in dem er einen Dämonen nach dem anderen auf spektakuläre Weise tötet. Erst als nur noch er und Sammael übrig sind und die beiden sich in einem finalen Kampf begegnen offenbart sich der Oberdämon seinem Gegner und überrascht diesen mit seiner wahren Identität. Er ist der verschollene erste Erzengel Michael, der selbst die Macht im Fegefeuer übernehmen wollte, nachdem er Sammael tötete und seinen Platz einnahm.

Doch Gabriel trotzt seinem Angebot an seiner Seite zu herrschen und tötet ihn. Voll Zweifel an sich selbst und Gott stürzt sich Gabriel vom Hochhaus, auf dem die beiden gekämpft hatten... eine Szene nach den Credits zeigt ihn allerdings gemeinsam mit Amitiel, beide haben ihre Macht verloren und sind zu Menschen geworden.

     [2 von 10] Autor: kAoSKoBoLd (13.12.2008)




User comments

Aure (16.12.2008 um 14:50 Uhr)
Geht halt doch nichts über den ersten "God`s Army"...
Keine Bewertung