Elis
Catharsis
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Napalm Records [NPR 275]
(27.11.2009)
Tracklist:01. Core Of Life
02. Twinkling Shadow
03. Warrior’s Tale
04. Des Lebens Traum – des Traumes Leben
05. I Come Undone
06. Firefly
07. Morning Star
08. Das kleine Ungeheuer
09. Mother’s Fire
10. Rainbow
11. The Dark Bridge
Genre: Melodic Metal
Gesamtspielzeit: 48:58
Web: www.elis.li
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Von den Schweiz-Liechtensteinern Elis hat man lange nichts mehr gehört. Kein Wunder, mußte die Band doch den plötzlichen Tod von Sängerin Sabine Dünser verarbeiten. Nach einer EP im Jahr 2007 ist Catharsis nun der erste Output seit 2 Jahren. Mit Sandra Schleret hat man eine neue Sängerin gefunden, und nach einigen Songs auf der EP ist dies das erste Full Length-Album mit ihr.
In Core Of Life klingt die Sache auch noch äußerst vielversprechend. Der A-capella-Beginn zeigt schon mal ihre Qualitäten, leider wird aber vor allem der instrumentale Teil mit seinen Allerweltsgitarrenläufen ziemlich schnell langweilig, obwohl der Song an sich nicht schlecht ist. Twinkling Shadows ist schön schnell, begeistert mit einem Wechselspiel aus weiblichem Gesang und männlichen Growls, ist ansonsten aber eher 08/15-Standardmetal.
Bei Warrior’s Tale ist dann der Einfluß von Produzent Alex Krull unüberhörbar. Mit Michelle Darkness von End Of Green hat man hier einen guten Gastsänger am Start und legt ein wirklich schönes Duett hin. Guter Song! Dafür haut Des Lebens Traum – des Traumes Leben wieder negativ rein. Der Gesang ist zeitweise ganz schön schrecklich, man kann aber durchaus schöne Melodien aufweisen. Trotzdem wird der Song recht schnell langweilig.
Aus der Lethargie wird man da von I Come Undone gerissen. Eine schöne Rocknummer mit harten Gitarren und Anleihen an die 60er und 70er Jahre. Auch Sandra Schlerets Stimme paßt perfekt zum Song. Hier hört man, daß sie eigentlich besser etwas tiefer singen würde, denn dann klingt ihre Stimme einfach viel schöner. Einer der besten Songs der Platte, dem mit Firefly die Nummer 1 auf dem Fuße folgt. Der ist am Anfang zwar etwas seltsam, entwickelt sich dann aber zu einem echten Ohrwurm mit sehr schönen Gesangslinien.
Mit Das kleine Ungeheuer hat man einen weiteren deutschsprachigen Song am Start, der stellenweise ganz gut ist, teilweise aber auch wirklich grauenvoll klingt. Das Stück mag ja künstlerisch durchaus wertvoll sein, nur kommt einfach keine Stimmung rüber. Mothers Fire dann könnte auch durchaus als schlechter Popsong durchgehen.
Bei der Quotenballade Rainbow zeigt Sandra Schleret dann, daß sie doch ziemlich gut singen kann. Im Akustikgewand und mit Streichern hat man hier einen wirklich schönen Song geschaffen. Auch der letzte Song der Platte ist ziemlich gut geraten. Ein schöner Rocker, mit richtig gutem Gesang. Das Ende des Songs und damit auch das der Platte kommt dann aber ziemlich überraschend.
Insgesamt ist die Scheibe eher zwiespältig. Mal ist der Gesang richtig gut, mal ziemlich grausam. Insgesamt scheint die neue Sängerin nicht gerade über einen sehr großen Tonumfang zu verfügen. Auch songschreiberisch kann man sich nicht zu sehr mit Ruhm bekleckern. Allzuoft klingen gerade die Gitarrenparts nach 1000mal gehört. Laut Plattenfirma soll es sich bei Elis ja um Gothic Metal handeln; wo sich der Gothic-Anteil jedoch versteckt, bleibt wohl das Geheimnis von Napalm Records. Das, was Elis bieten, ist maximal Melodic Metal, eher Rock und eigentlich fast schon radiotauglich. Eine ganz schöne Platte, aber überragendes wird hier nicht geboten.
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[5 von 10]
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Autor: Tyr (25.11.2009)
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