Isaksen, Jógvan:
Endstation Färöer
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Erschienen 2006 bei GRAFIT Verlag
ISBN: 978-3-89425-549-7
Originaltitel: "Blið er summarnátt á Føroyalandi"
Übersetzer/in: Christel Hildebrand
Genre: Kriminalroman
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Endstation Färöer ist einer der ersten Färöerkrimis überhaupt. Er erschien jedoch bereits 1995 unter dem Namen Mild ist die färöische Sommernacht (was dem Originaltitel wesentlich näher kommt) im Petterssonverlag. Da fragt man sich schon, was die Neuauflage unter geändertem Namen soll. Besser zum Titel des Nachfolgeromans Option Färöer passen? Oder Käufer, die das Buch schon unter dem alten Namen besitzen, über den Tisch ziehen?
Die Handlung selbst läßt sich recht schnell umreißen: Der Journalist Hannis Martinsson erfährt, daß eine alte Freundin von ihm auf den Färöern ums Leben gekommen ist. Aus Gründen, die er selbst nicht genau kennt, ist er der Überzeugung, daß dieser Tod kein Unfall war. Auf den Färöern angekommen, geschehen bald weitere Morde und auch auf ihn werden Anschläge verübt, obwohl er selbst noch nicht weiß warum. Er kommt der Sache jedoch mit Glück und siebtem Sinn auf die Spur. Leider ist die Story selbst, in der alte Nazis ihre Finger im Spiel haben und wilde Verschwörungstheorien geflochten werden, etwas hanebüchen und das Nazimotiv ist (zumindest in Deutschland) mittlerweile auch schon ausgelutscht.
Auf den ersten 150 Seiten zieht sich die Handlung auch ziemlich in die Länge, zumal der Leser sehr lange im Unklaren gelassen wird. Dafür sind die letzten 100 Seiten sehr spannend und man mag das Buch kaum noch aus der Hand legen.
Leider ist die Übersetzung des Buches nicht wirklich gelungen. Denn es wurde nicht direkt aus dem färöischen, sondern über den Umweg des Dänischen ins Deutsche übersetzt, was man teilweise auch deutlich merkt. Vor allem bei den Ortsnamen kommt es häufiger vor, daß die dänische Entsprechung statt des färöischen Namens genannt wird. Auch das „färöische“ Gedicht am Anfang des Buches ist dänisch. Daneben fehlen öfter mal komplette Wörter, von Schreibfehlern ganz zu schweigen. Positiv herauszuheben ist jedoch, daß Sätze in anderen Sprachen (Englisch, Schwedisch, Spanisch) auch so übernommen und nicht, wie sonst üblich, zumindest ergänzend übersetzt wurden. Der Leser kann schließlich auch mal etwas mitdenken.
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[7 von 10]
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Autor: Tyr (03.02.2008)
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